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Strompreisrechner senkt die Stromkosten

Strom ist so eine Sache, man kann wirklich von einer Hassliebe sprechen. Ohne Strom geht es nicht – wer möchte schon auf das abendliche Fernsehprogramm, den leckeren Braten oder das Licht zum lesen verzichten. Doch mit Strom will man auch nicht so wirklich. Schließlich steigen die Stromkosten dank Ökobilanz, EEG-Umlage und anderen Faktoren ins schier Unermessliche

Vor wenigen Jahren war das noch einfach, mit der Stromrechnung. Einmal im Jahr kam der unliebsame Mensch des ansässigen Stromlieferanten, las den Stromzähler ab und war genauso schnell verschwunden, wie er gekommen war. Kurze Zeit später flatterte eine passable Stromrechnung ins Heim, die schnell beglichen und dann auf Nimmerwiedersehen in den nächsten Aktenordner verbannt wurde.

Mit den Jahren änderte sich das Schauspiel. Als Bundespräsident Herzog am 24 April 1998 das neue Energiewirtschaftsgesetz unterzeichnete und dadurch der Strommarkt liberalisiert – sprich geöffnet – wurde, war die Euphorie erst einmal groß. Schließlich schien dies fallende Strompreise und einen gesunden Preiskampf zu bedeuten; was bei den Telefongebühren kurz vorher funktionierte, musste auch im Strompreissektor umsetzbar sein. Soweit die Theorie, die Praxis sah und sieht ganz anders aus.

Tatsächlich eroberten neue Stromanbieter den Markt, die einen Strompreisvergleich und damit einen Stromanbieterwechsel überhaupt erst möglich machten. Das scheinbar gelobte Strompreisparadies schien in greifbare Nähe zu rücken. So sinnreiche Namen wie Zeus Strom oder Ampere machten die Runde und ließen Stromkunden hoffen, günstige Stromrechnungen zu bezahlen. Doch die neuen Anbieter verschwanden genauso schnell und lautlos von der Bildfläche, wie sie gekommen waren. Stattdessen bildeten und blieben etablierte Unternehmen wie Yello Strom (Tochterfirma EnBW) oder Naturstrom als Ökostromanbieter.*

KURZ & KNAPP
  • Vor wenigen Jahren war die Strompreisrechnung noch übersichtlich
  • Nach der Liberalisierung des Strommarktes änderte sich das Preisrondell im Stromsektor
  • Stromkonzerne wie Yello Strom, RWE oder E wie einfach dominierten den Strommarkt

Das hatte einen simplen Grund; die großen Stromkonzerne gaben nach Gutdünken die Preise für die Stromdurchleitung vor und die kleinen Betriebe hatten das Nachsehen, da ihnen ein preisgünstiger Weg zu den einzelnen Stromnetzen blockiert wurde. Es kam zwar 2004 zur einer Änderung des Energiewirtschaftsgesetzes, aber da war das Kind schon in den Brunnen gefallen, neue Stromanbieter hatten inzwischen Insolvenz angemeldet oder wurden anderweitig aufgekauft. Letztlich stützte die Öffnung des Energiemarktes die großen Unternehmen und ließ kleine Firmen am langen Arm verhungern.

*Nicht selten waren kleine Stromfirmen, die sich scheinbar am Markt behaupteten, Ableger der großen Stromkonzerne. Da die Tochterunternehmen ein passables Budget im Rücken hatten, bauten sie sich langsam aber sicher aus.

Immense Vielfalt der Stromlieferanten verunsichert Verbraucher

Inzwischen gibt es eine recht große Vielfalt im Strommarkt, aber der Verbraucher ist verunsichert

Oftmals wird kein Strompreisvergleich in Erwägung gezogen, da die Tarifvielfalt genauso undurchsichtig erscheint, wie die einzelnen Stromanbieter; schließlich hört man aus der Presse immer mal wieder von Stromkonzernen die Konkurs anmelden mussten und so Kunden, die Vorauskasse leisteten, ihr Geld nicht zurück bekamen.

wichtige Details zum Stromvergleich:
  • Wie sich die Stromkosten in den letzten Jahren vergrößert haben
  • Warum ein Strompreisvergleich sinnvoll ist
  • Wie ein seriöser Stromanbieter aussehen könnte
  • Warum der günstigste Stromvertrag nicht immer der beste ist
  • Worauf man bei Stromfirmen achten sollte

Hier muss ganz klar gesagt werden, dass es sich um Einzelfälle handelt, die für die komplette Strombranche nicht repräsentativ sind. Was nicht bedeutet, dass keine schwarzen Schafe existieren. Doch diese Problematik gibt es in jeder Branche; wer bei einem Hinterhofzüchter einen Hund kaufen will weiß auch, dass er hier mit Krankheiten und Sozialisierungsproblemen bei seinem Welpen rechnen muss.

Stromkosten steigen Jahr für Jahr; was tun?

Nichts desto trotz haben sich laut BDEW die Stromrechnungen für einen Drei-Personen-Haushalt von 2000 bis 2012 um sage und schreibe 86 Prozent verteuert. Wer konsequent bei seinem Stromanbieter vor Ort bleibt, geht sogar das Risiko ein, noch mehr zu bezahlen. Daher macht ein Strompreisrechner durchaus Sinn, zumal er kostenlos und unverbindlich ist.

Wer letztlich einen neuen Stromvertrag abschließen möchte, kann durch Kundenmeinungen herausfinden, welcher Stromanbieter seriös ist.

Und wichtig; günstig ist nicht immer gleich seriös

Natürlich möchte jeder Haushalt so wenig wie möglich in die jährliche Stromrechnung investieren, daher sind die günstigsten Stromverträge am reizvollsten.

Etablierte Unternehmen wie Eprimo, Stromio, Grünwelt Energie, 123energie, Vattenfall, Yello-Strom, RWE Vertrieb AG, Mainova oder E wie Einfach bieten eine recht hohe Sicherheit, da sie schon lange am Markt sind und ausreichend Kundenrezessionen vorhanden sind.

Nicht zu verachten sind auch Ökostromanbieter, hier gibt es inzwischen einige seriöse Firmen am Markt, Die bekanntesten sind EWS Schönau, Greenpeace Energy, Lichtblick und Naturstrom. Sie sind nicht von den großen Stromkonzernen abhängig, daher ist ihr Strom echter Ökostrom. Inzwischen kann häufig mit einem Strompreisrechner geziehlt nach Ökostrom gesucht werden.

Tipps für faire Tarife
  • monatliches Zahlungsziel
  • übersichtlicher Bonus
  • vernünftige Preisgarantie
  • Kündigungsfrist ist kurz
  • Kundennummer
  • grosse Flexibilität

leicht faire Tarife beim Strompreisvergleich finden

  • Zahlungsziel monatlich
    Die Stromrechnung wird monatlich per Abschlag gezahlt
  • Boni
    Ein Bonus für Neukunden wird spätestens in und nicht nach der ersten Jahresrechnung berücksichtigt
  • Preisgarantie
    Diese muss sich an der Laufzeit des Vertrages orientieren oder sogar darüber hinaus. Eine gute Preisgarantie beinhaltet den Zeitraum von 12 Monaten.
  • Kurze Kündigungsfrist
    6 Wochen, das sollte die höchste Frist bis zum Kündigen der ersten Laufzeit sein,
  • Flexibel
    Wer nach der ersten Mindestvertragslaufzeit aussteigen will, kann dies jederzeit innerhalb einer vierwöchigen Frist tun.
  • Tarife, die bei einem Strompreisrechner mit Vorsicht zu genießen sind
  • Vorkasse
    Der komplette geschätzte Jahresverbrauch wird im Voraus gezahlt. Dadurch wird der Strompreis günstig, allerdings bietet sich Vorkasse nur bei etablierten Unternehmen an. Wer weiss schon, ob ein neuer Stromanbieter in einem Jahr nicht pleite ist?
  • Tipps zur Vorsicht
    • Jahresvorrauszahlung
    • unübersichtlicher Bonus
    • feste Jahresstromabnahmemenge
    • zu kurze Preisgarantie
    • zu lange Kündigungsfristen
  • Getäuschter Bonus
    Neukundenbonus verbilligt den Tarif enorm, doch nach einem Jahr – wenn der Neukundenbonus wegfällt – ist der Tarif sehr teuer.
  • Geschnürtes Paket
    Eine feste Stromabnahmemenge wird für ein Jahr gekauft und bezahlt. Das ist für jeden, der seinen Stromverbrauch gut kennt prima, da die Kosten übersichtlich und günstig sind. Wer jedoch eine Mindermenge oder eine Mehrmenge an Strom braucht, muss drauf zahlen. Mindermengen werden nicht erstattet, bei Mehrmengen wird jede einzelne Kilowattstunde häufig im Grundtarif berechnet.
  • Kurze Preisgarantie
    Die Preisgarantie ist nicht so lang, wie die Mindestlaufzeit, die natürlich auch im vorhinein nicht gekündigt werden kann.
  • Lange Kündigungsfrist
    Der jeweilige Tarif muss drei Monate vor Ablauf gekündigt werden. Wer dies versäumt, muss eine automatische Vertragsverlängerung von einem Jahr in Kauf nehmen.
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    Strompreise vergleichen ist in der heutigen Strompreisvielfalt durchaus sinnvoll. Wer schmeißt schon gerne sein Geld zum Fenster hinaus?

    
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    Ein Stromwechsel ist jederzeit machbar, da der neue Stromanbieter sich um die Kündigungsmodalitäten des alten Vertrages kümmert. Wer jedoch schon einmal einen Stromanbieterwechsel hinter sich hat, muss die Laufzeit seines neuen Tarifes beachten; aus einem Jahresfestvertrag kommt man so ohne weiteres nicht heraus, es sei denn, der Versorger erhöht den Strompreis, dann greift das Sonderkündigungsrecht.

    Und wenn jemand nach einem Strompreisvergleich seinem alten Stromversorger aufgrund des Sonderkündigungsrechtes selbst kündigen möchte?

    Ist das auch kein Problem, im Gegenteil, es ist sehr sinnvoll, da bei einem Sonderkündigungsrecht die Kündigungsfrist oft nur zwei Wochen beträgt. Die Kündigung muss schriftlich – am besten per Einschreiben mir Rückschein – erfolgen. Zählerstand, Kundennummer, Name und Adresse muss selbstverständlich genannt werden.

    Wenn der Strompreisrechner einen neuen Versorger „ausgespuckt“ hat, mit welchem Sie zusammenarbeiten möchten, sollten Sie diesem mitteilen, dass Sie ihrem alten Versorger bereits gekündigt haben.

     
     
    FAZIT
     
     
    KURZ & KNAPP
    • Es gibt unzählige Stromtarife
    • regionale Stromanbieter lohnen sich bei einem Stromtarifvergleich
    • billiger Strom nimmt Angst vor dem Stromzähler

    Ein Stromanbietervergleich ist unverbindlich und kann dazu beitragen, den Geldbeutel zu schonen. Strompreisrechner vergleichen unter einer Vielzahl von Möglichkeiten, es wäre viel zu aufwändig, jeden einzelnen Stromlieferanten anzurufen, um nach den Stromkosten zu fragen.

    Ein Stromvergleich wird nicht nur unter den bekannten Firmen wie E.on, RWE oder Yello-Strom durchgeführt, auch Firmen wie Löwenzahnenergie, Eprimo, Priostrom, Almodo energy oder Grünwelt energie haben günstige Strompreise.

    Nicht zu vergessen sind die ganzen Stadtwerke, die ebenfalls wettbewerbsfähig sind. Da wären zum Beispiel die Stadtwerke Soltau, Stadtwerke München oder die Stadtwerke Osnabrück zu nennen. Auch sie bieten günstige Stromtarife an.