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Ein Gezeitenkraftwerk in Frankreich

Gezeitenkraftwerke

Der Weg aus der Krise?

Gezeitenkraftwerke produzieren auf saubere Art und Weise Strom. Doch wie ökologisch sind sie wirklich? ...weiterlesen

Enerdream, Dezember 2018
Ausgabe 12 / 2018

EU-Supergrid

Deutschland baut sein Stromnetz aus

Sonne, Wasser, Wind, Erdwärme und Biomasse sind regenerative Energien, die jedes Land mal mehr mal weniger zu bieten hat. Auch Deutschland hat die Zeichen der Zeit erkannt und baut seine ökologische Stromversorgung kontinuierlich aus.

Damit dies effektiv und zukunftsorientiert geschieht, appellieren Wissenschaftler an Regierung und Wirtschaft, beim Neu- und Umbau des Stromnetzes darauf zu achten, dass die Leistungsstärke und Auslegung dazu geeignet ist, mit einem transeuropäischen Supernetz mitzuhalten. Dieses Supernetz soll ausschließlich zur Nutzung von regenerative Energien dienen und hat das Ziel, den Klimawandel einzudämmen.

Wissenschaftler kämpfen für EU-Supergrid

Bei dem EU-Supergrid müssen viele Länder an einem Strang ziehen, allerdings liegen die Vorteile auf der Hand. Unnötige Kosten und Zeitverschwendung können vermieden werden. Hohe Ziele brauchen eifrige Verfechter; so haben Wissenschaftler einen an Wirtschaft und Regierung gerichteten Appell unterzeichnet.

Laut golem.de gehören zu den Erstunterzeichnern Diplom-Physiker Gregor Czisch von Transnational Renewables Consulting, Prof. István Erlich von der Universität Duisburg-Essen, Prof. Christian Jooß (Universität Göttingen), Prof. Josef Lutz von der TU Chemnitz, Prof. Hans-Peter Schwintowski (Humboldt-Universität zu Berlin) und Prof. Cynthia Volkert von der Universität Göttingen.

In dem Appell wird deutlich darauf hingewiesen, dass es durch die Technik der Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) möglich ist, eine verlustarme Energieübertragung - auch über sehr große Strecken - zu erreichen.

China zeigt die HGÜ

Die HGÜ-Technik transportiert Energie mittels Gleichstrom und zeigt ihre wahre Stärke über weite Entfernungen, da sie hier wesentlich geringere Übertragungsverluste aufweist, wie bei der Übertragung mit Dreiphasenwechselstrom. So wurde in China eine Leitung mit 800kV und 6,4 GW gebaut, die von Xiangjiaba bis zum Ballungszentrum Schanghai führt. Die Entfernung beträgt mehr als 2000 km. Die Hochspannungs-Gleichstrom-Leitung kann im Vergleich zu einer 380-kV-Freileitung wesentlich höhere Energiemengen übertragen. Und dies bei gleichem Leitungsquerschnitt.

Josef Lutz, Professor für Leistungselektronik an der TU Chemnitz, setzt auf die neue Technik und ist strikt gegen den diskutierten Ausbau von Stromautobahnen auf Basis des konventionellen 380kV-Netzes in Deutschland. Lutz sagte Golem.de: "Das ist teuer, technisch veraltet, energetisch ineffizient und dazu ein unnötiger Landschaftsverbrauch."

FAZIT

Deutschland ist mit seinem Know-How in der Lange, dem europaweiten Wandel zu folgen, und den Ausbau des ökologischen Stromnetzes voran zu bringen. Konkret würde es reichen, eine Nord-Süd-Leitung zu bauen, wenn die HGÜ-Technik angewendet werden würde. Wasser- Windkraft aus Norwegen könnte im Norden per HGÜ aufgenommen werden, im Süden könnte Solarenergie aus dem Mittelmeerraum angezapft werden.

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