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Ein Gezeitenkraftwerk in Frankreich

Gezeitenkraftwerke

Der Weg aus der Krise?

Gezeitenkraftwerke produzieren auf saubere Art und Weise Strom. Doch wie ökologisch sind sie wirklich? ...weiterlesen

Enerdream, Oktober 2018
Ausgabe 10 / 2018

Elektromobilität und die IAA 2013

Elektroautos holen auf

Auf der IAA zeigen Elektroautos nicht nur, dass sie kleine Flitzer sein können, sondern ihre Hersteller sind auch stolz darauf, dass die kleinen handlichen Wagen eine relativ gute Reichweite haben; wenn sie denn nicht ständig auf Vollgas gefahren werden. In diesem Fall sollten die Standorte der Stromtankstellen gut bekannt sein

Selbstredend, dass der CO2-Wert im Focus steht, so wird dieser vor der Pferdestärke angegeben.

Wer hofft, nur einem satten Sound folgen zu müssen, um neue umweltfreundliche Hightechautos bewundern zu können, ist schief gewickelt. Selbst eine Stubenfliege verursacht mehr Radau wie der neue BMW i3. Es heißt daher eher „Augen auf beim Autokauf, wie hingehört weil es laut rört.“

Wenn in Zukunft die Elektrofahrzeuge überhand nehmen, wird es bestimmt noch zu der ein oder anderen Kollision kommen, weil einfach niemand damit rechnet, dass um die nächste Ecke ein Elektroauto gesaust kommt.

Aller Anfang ist schwer

Experten sind sich einig; bis Hybridautos oder reine Elektrowagen das Stadtbild dominieren, wird noch viel Zeit – es ist von mindestens 20 Jahren die Rede – vergehen. Allerdings lassen Patentanmeldungen rund um das Thema Elektromobilität erkennen, dass Firmen die Trendrichtung E-Auto erkannt haben.

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Momentan scheint der Erfolg von BMW vorprogrammiert, mit dem i3 zeigt man schon, was möglich ist. 170 PS hat die Turbofliege; daher ist die Reichweite mit 150 km eher mäßig. Ein Reichweiten-Verlängerer soll dieses Manko umgehen und 300 km Reichweite aus dem Cityflitzer heraus kitzeln. BMW hat nicht nur stolze Autos, sondern auch stolze Preise, so soll der i8 – der Sportwagen verbraucht im Test 2,5 Liter Super auf 100 Kilometer - 126.000 Euro kosten. Wer sich statt dessen ein spritsparendes Kleinauto kauft, wird lange tanken, um an diese Summe heran zu kommen.

Batterie, Kosten, Reichweite

Da die Batterie eines Elektromobiles preislich mit einem Kleinwagen gleichzusetzen ist (15 – 20000 Euro), sind die Expertenmeinungen verhalten. Die einen plädieren für das Leasen der Batterie, die anderen befürworten einen Kauf mit langjähriger Gewährleistung. Letztlich sind die eingesetzten Materialien das A und O einer Elektrobatterie. Kohlefasern, neue Stahlsorten und Experimente mit Lithium-Luft-Batterien sollen die erhofften Erfolge bringen und die Autobatterien leichter und leistungsfähiger werden lassen. Letztlich beißt sich zur Zeit noch die Katze in den Schwanz, da entweder die Batterie leicht, relativ klein und günstig ist, aber dafür eine geringe Reichweite hat, oder sie schwer, groß und teuer ist, jedoch die Reichweite halbwegs akzeptabel wirkt.

Um diese Problematik zu umgehen, wird mit so genannten Sandwichzusammensetzungen experimentiert. Materialien werden gemäß ihren Eigenschaften eingesetzt, so sorgt Blech für Stabilität und Kunststoff für ein geringes Gewicht. Wenn die Batterie nur für den reinen Fahrbetrieb eingesetzt werden würde, wäre die Reichweitenproblematik relativ einfach in den Griff zu bekommen. Da jedoch kein Autofahrer auf die angenehmen Verbraucher – angefangen vom Radio bis hin über Heizung und Klimaanlage – verzichten möchte, ist die Ladekapazität Dreh- und Angelpunkt eines Elektro- bzw. Hybridwagens. Zusätzlich will der Standort jeder Stromtankstelle gut geplant sein

Das Thema Energieverbrauch ist noch in der experimentellen Phase, da wird schon an einem neuen Clou gefeilt; auf der IAA 2013 rollte ein Mercedes der S-Klasse ohne Fahrer auf die Bühne. „S500 Intelligent Drive“ fährt autonom, also selbstständig. Die reichhaltigen Sensoren sorgen dafür, dass das Auto immer online ist. Schon länger wird in diesem Bereich geforscht, so stellten Continental und Cisco in den USA eine Machbarkeitsstudie vor und vernetzten zusätzlich gemeinsam ein Demonstrationsfahrzeug.

Ausblick

Elektro- und Hybridpkw’s werden in Zukunft immer häufiger zum Stadtbild gehören – alleine schon die geplanten härteren Kohlendioxid-Grenzwerte für Neuwagen werden das Geschäft ankurbeln

Deutschland geht es zurzeit ein wenig zu schnell mit den CO2-Grenzwerten, so setzt Angela Merkel (CDU) sich vehement für die Interessen der deutschen Oberklasse-Hersteller ein. Nach Druck aus Deutschland verschoben die EU-Botschafter eine für den 19.09.2013 geplante härtere Festlegung der Grenzwerte. Nichts desto trotz will Brüssel den CO2-Ausstroß bis 2020 auf 95 Gramm pro Kilometer senken.

Die Automobilindustrie kommt so in gewaltigen Zugzwang, gerade die High-End-Boliden sind nicht ohne weiteres mit so effizienten Motoren auszustatten, wie ein Kleinwagen. Auch hier soll es Abhilfe geben; „Super Credits“ (Boni) für Elektroautos werden vergeben. Letztlich kann das CO2-Ziel dann mit schadstoffreduzierten Wagen in der Fahrzeugflotte gesund gerechnet werden.

Eine Segelyacht segelt in den Wolken Eine Segelyacht segelt in den Wolken Eine Segelyacht segelt in den Wolken Eine Segelyacht segelt in den Wolken Eine Segelyacht segelt in den Wolken Ein Strauch verliert Blätter im Wind