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Ein Gezeitenkraftwerk in Frankreich

Gezeitenkraftwerke

Der Weg aus der Krise?

Gezeitenkraftwerke produzieren auf saubere Art und Weise Strom. Doch wie ökologisch sind sie wirklich? ...weiterlesen

Enerdream, Dezember 2018
Ausgabe 12 / 2018

Erstes Talsperren-Hotel geplant

Entspannen auf der Staumauerterrasse

Die Okertalsperre legt das Fundament für den "Aquadam" Der 75 Meter breite Damm liegt im niedersächsischen Teil des Harzes und ist 260 Meter lang. Doch nach gut 55 Jahren ist immer noch keine Rente für diesen Damm in Sicht. Dieser Damm hat die Möglichkeit die Krone eines Vier-Sterne-Hotels aus Glas und Stahl zu werden. Seit zwei Jahren sitzt der Goslarer Gastronom Heiko Rataj und der Ingenieur Peter Schilling an den Plänen: "Der Hotelbau sollte ökologisch vertretbar und atemberaubend sein", sagte Rataj. Nach ihren Recherchen würde ein Staumauerhotel weltweit absolut einzigartig sein.

Die ersten Entwürfe zeigen ein der Krümmung des Damms angepasstes zweistöckiges Bauwerk auf Stelzen. Von einer Terrasse aus hätten die Gäste eine Aussicht auf den Stausee. Geschützt werden die Gäste durch eine Glaswand. "Das Hotel soll 80 bis 90 Betten haben und eine Restaurant", sagte der 46-jährige Rataj. Gebaut werden soll dieses Hotel in Modulbauweise aus vorgefertigten Containern. Dies ermöglicht eine Bauzeit von ca einem halben Jahr.

Laut Rataj sei ein Vorteil, dass "kein Baum und kein Strauch gerodet werden muss". Die Wasserkraft der Talsperre könne genutzt werden, auch andere

erneuerbaren Energiequellen wie Solarzellen und Wärmepumpen für einen nachhaltigen und CO2-neutralen Betrieb werden installiert. Der Ingenieur Schilling sagt, dass es für die Schwerlastmauer mit rund 350.00 Tonnen Eigengewicht keine Belastung darstelle, die Glas-Stahl-Konstruktion zu tragen.

15 Millionen Euro kostet dieses teuere Projekt und wie Schilling sagt, gibt es auch schon die ersten Investoren, die sich angemeldet haben. Zustimmung signalisierten auch die zuständigen Behörden und Samtgemeinden. Ab dem Jahr 2014 oder 2015 finden noch Hauptuntersuchungen statt, diese müssen noch abgewartet werden. Sieben bis neun Jahre dauert es wohl noch, bis die Einweihung des Okertalsperren-Aquadams stattfindet.

Der privatwirtschaftliche Betreiber der Talsperre, die Harzwasserwerke, spielen zurzeit aber noch nicht mit. Wie ein Sprecher des Unternehmens, Henry Bodnar sagte: "Aus betrieblichen und projektspezifischen Gründen stehen wir dem Projekt ablehnend gegenüber." Doch es gibt schon Alternativen. So könnten sich die beiden Harzer Visionäre die Innerstentalsperre bei Lautenthal im Oberharz vorstellen. Auch Staumauern in der Schweiz, Frankreich oder Österreich, plant Schilling seine Idee weiter.

Eine Segelyacht segelt in den Wolken Eine Segelyacht segelt in den Wolken Eine Segelyacht segelt in den Wolken Eine Segelyacht segelt in den Wolken Eine Segelyacht segelt in den Wolken Ein Strauch verliert Blätter im Wind