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Ein Gezeitenkraftwerk in Frankreich

Gezeitenkraftwerke

Der Weg aus der Krise?

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Enerdream, Dezember 2018
Ausgabe 12 / 2018

Wasserstoff-Hybridkraftwerk

Pilotprojekt in Uckermark

In Prenzlau gibt es das erste Pilotprojekt welches drei regenerative Energiequellen miteinander verbindet. Für die Energiebranche ist dieses Pilotprojekt ein wichtiger Schritt.

Die vier großen Partner Enertrag, Vattenfall, Total und Deutsche Bahn wollen folgendes beweisen:

Die drei erneuerbaren Energien im Verbund sind zusammen sehr kraftvoll. Dadurch lässt sich ihre Leistung besser planen. Genau das wollen die drei Energiekonzerne und die Bahn mit dem Wasserstoff-Hybridkraftwerk in Prenzlau in der Uckermark beweisen.

21 Millionen Euro haben die Partner in das Projekt investiert. Dieses Projekt ist nicht nur teuer, es ist auch eine Weltpremiere. Es bringt nämlich erstmals die Energiequellen Wasserstoff, Wind und Biogas unter ein Dach zusammen.

Der Ministerpräsident des Landes Brandenburg Matthias Platzeck feierte das Projekt als "Quantensprung in der modernen Speichertechnologie", als es Ende Oktober in Betrieb ging.

Erneuerbare Energien im Verbund

Die Anlage besteht aus Windenergieanlagen, Biogaskraftwerken, einer Anlage zur Erzeugung von Wasserstoff und dazu noch einem Blockheizkraftwerk, sowie Tanks für Biogas und Wasserstoff.

Inzwischen lässt sich gut vorhersagen, wann eine Windanlage wie viel Strom produziert. Doch eine Restungenauigkeit von ein paar Prozent bleibt. Diese Lücke soll das Hybridkraftwerk schließen.

Wird durch die Windräder zu viel Strom produziert, leitet man sie in einen sogenannten Elektrolyseur, dort wird der Strom in Wasserstoff umgewandelt und in Tanks gespeichert.

Erzeugen die Windräder jedoch weniger Strom als geplant, wird durch die Biogasanlagen und den gespeicherten Wasserstoff, der fehlenden Strom in einem speziellen Blockheizkraftwerk produziert.

Dieses Kraftwerk verbrennt das Gas und wandelt es in Strom und Wärme um.

Doch die Firma Total möchte einen Teil des gespeicherten Wasserstoffs auch anders verwenden. Der französische Energiekonzern liefert den gespeicherten Wasserstoff an zwei Spezialtankstellen in Berlin und Hamburg. Dort können dann Nutzer von wasserstoffbetriebenen Autos tanken.

Erstmal nur ein Pilotprojekt

Die beteiligten Konzerne wollen an dem Kraftwerk in Prenzlau erst einmal viele praktische Erfahrungen sammeln, um dieses einmalige Wasserstoff-Hybridkraftwerk noch zu verbessern. Denn es soll nicht bei dem einen in Uckermark bleiben. Eine Sprecher des Windenergie-Unternehmens Enertrag äußerte sich wie folgt: "Die Erfahrungen der Forschungs- und Entwicklungsanlage in Prenzlau wollen wir nutzen, um weitere Kraftwerke zu bauen."

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