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Ein Gezeitenkraftwerk in Frankreich

Gezeitenkraftwerke

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Enerdream, Dezember 2018
Ausgabe 12 / 2018

Ökostrom-Umlage soll weiter rapide steigen

Quotensystem geplant

Der Preis für Ökostrom scheint dank einer erneuten Verteuerung der Ökostrom-Förderung nicht aufzuhalten sein. Die Stromumlage wird 2014 weiter steigen, eine Neuausrichtung der Energiewende scheint unumgänglich zu werden.

Damit sind die ersten Berechnungen zu den Akten gelegt; die neuen Zahlen sind deutlich höher. 6,49 Cent soll die Ökostrom-Umlage 2014 kosten, noch sind es 5,3 Cent. Um satte vier Prozent steigt der Strompreis dann 2014. Mitschuld an den teuren Strompreisen tragen die Börsenstrompreise. Fallen diese, steigt die Umlage, da so die Differenz zum Ökostromabnahmetarif ausgeglichen werden muss. Kostendeckelung ist nun das Wort der Stunde, doch ist dies so einfach?

Enorme Stromkosten

Die Inflationsrate ist hoch – 2,7%, gefühlt wahrscheinlich noch höher – doch der Preis für Strom steigt schneller als die restlichen Preise. Was ein Märchen werden sollte, endet in einem Desaster; die Ökoumlage. 2007 lag sie knapp über einem Cent die kWh, 2014 werden wohl über sechs Cent sein. Die Stromversorger halten mit 14 Cent die kWh ebenfalls reichlich die Hände auf und gleichzeitig geht das Gerücht um, dass Unternehmer den gesunkenen Börsenstrompreis an die Verbraucher nicht weiterleiten.

Was kostet den Verbraucher die Ökostrom-Umlage?

Wer einen grossen Haushalt zu versorgen hat, benötigt gut und gerne 5250 Kilowattstunden Strom im Jahr, hier wird im Jahr 2014 eine Umlage von ungefähr 315 Euro fällig, das sind im Monat satte 26,25 Euro. Wohlgemerkt, dies sind die Kosten für die Umlage, nicht für den Strom, welcher verbraucht wurde.Hier wird Ende des Jahres wieder die ein oder andere unliebsame Überraschung auf Stromkunden zukommen, wenn sie ihre Stromrechnung in der Hand halten. Ein Strompreisrechner wird immer nötiger, um im Stromsektor nicht einen Cent zuviel zu zahlen

Wie funktioniert das Quotensystem?

Der Preis soll nach der zu produzierten Menge berechnet werden, nicht für die erneuerbare Energie als solches. So könnte die Bundesregierung einen gewissen Prozentsatz an Ökoenergie von den Stromversorgern pro Jahr verlangen. Mit welchen Ressourcen der Ökostrom erzeugt würde, bliebe den Betrieben überlassen, was wahrscheinlich dazu führen würde, dass teurer Solarstrom langsam verschwindet und sich billiger Windstrom etabliert. Die gesparten Investitionskosten könnten an den Verbraucher weiter gegeben werden.

Doch ob sich dieses Sydtem in der Praxis bewährt, sei dahin gestellt; wenn die Ökostrombetriebe auf Nummer Sicher gehen, könnten sie Risikoaufschläge berechnen, da sie den späteren Ökostrompreis nicht im Voraus bestimmen können. Dann steht ja noch im Raum, bis 2050 die komplette Stromversorgung mit erneuerbaren Energien zu stemmen. Das ist mit der Quotenregelung fast unmöglich, es sei denn, Deutschland ist überzogen von Windrädern.

Ausblick

Die Bundestagswahl 2013 bleibt wohl erst einmal abzuwarten, dann darf man gespannt sein, ob es zu einer Reform des Vergütungsmodells kommt. Man darf allerdings nicht vergessen, dass viele Bürger und Firmen von den aktuellen Förderprogrammen profitieren, diese werden über ein neues Modell nicht begeistert sein.

 

 

Eine Segelyacht segelt in den Wolken Eine Segelyacht segelt in den Wolken Eine Segelyacht segelt in den Wolken Eine Segelyacht segelt in den Wolken Eine Segelyacht segelt in den Wolken Ein Strauch verliert Blätter im Wind