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Ein Gezeitenkraftwerk in Frankreich

Gezeitenkraftwerke

Der Weg aus der Krise?

Gezeitenkraftwerke produzieren auf saubere Art und Weise Strom. Doch wie ökologisch sind sie wirklich? ...weiterlesen

Enerdream, Dezember 2018
Ausgabe 12 / 2018

EON und der Atomstrom

Stilllegung Atomkraftwerke

E.ON macht sich Gedanken, wie es mit dem Atomstrom weiter gehen soll, da Ökostrom eine echte Konkurrenz zu Atomstrom geworden ist.

Nicht nur, dass Ökostrom besonders gefördert wird, durch das permanente Ansteigen des grünen Stromes verändern sich die Kosten an der Strombörse negativ. Atomstrom muss im Netz zum einen hinter Ökostrom zurückstehen und zum anderen erhalten Ökostromerzeuger eine feste Prämie

Stromkunden orientieren sich ebenfalls an den erneuerbaren Energien; grüner Strom ist sehr beliebt, daher sinkt der Energiebedarf aus konventionellen Kraftwerken kontinuierlich. EON-Vorstand Mike Winkel ist sich der Problematik sehr bewusst, da durch den momentanen Strompreis gerade so die reinen Betriebskosten der Atomkraftwerke gedeckt werden. Die Kernbrennstoffsteuer tut ihr Übriges um die Atomkraftwerke nicht rentabel arbeiten zu lassen.

Angebot und Nachfrage haben schon immer den Preis bestimmt, so geschieht dies auch im Atomstromsektor. Die Nachfrage nach Atomstrom sinkt, doch das Angebaut ist gleich geblieben – der Großhandelspreis ist daher an der Börse von ehemaligen 50 auf 36 Euro pro Megawattstunde gesunken. Erneuerbare Energien werden sich unaufhaltsam ihren Weg bahnen, Experten gehen davon aus, dass der Strompreis weiter fallen wird. Leider wird das Fallen des Preises an der Strombörse dem Endkunden auf seiner Rechnung mal wieder nicht auffallen, da die niedrigeren Preise nicht weitergegeben werden.

Erneuerbare Energien versus Atomstrom

Atomkraftwerke eher still zu legen, wäre letztlich eine logische Konsequenz aus dem Preisdebakel, allerdings betont E.ON, das von Stilllegungen zurzeit nicht die Rede sei. EON gibt an, dass vier von den insgesamt neun von ihnen betriebenen Atommeiler Grafenrheinfeld, Isar 2, Grohnde und Brokdorf bis 2022 ausgeschaltet werden sollen. Die lange Laufzeit hat unter anderem mit Kooperationen der Bundesnetzagentur zu tun. Sollte diese die Aufrechterhaltung der Atomweiler nicht bis 2022 voraussetzen, könnten sie auch eher ausgeschaltet werden.

Fakt ist, dass die AKW’S dem Stromkonzern E.ON schwer im Magen liegen, daher soll nach der Bundestagswahl über eine neue Marktstrategie verhandelt werden. Prämien für das Bereitstellen gesicherter Leistungen sind im Gespräch, da Wind und Sonne unzuverlässige Partner sind, die auch schon einmal für eine Flaute sorgen. Mehrblockstandorte neigen sich unweigerlich dem Ende zu. EON kennt die Kosten, die bei einer Abschaltung der Atomkraftwerke auf den Stromkonzern zukommen und scheut diese natürlich. Doch noch ist es leider so, dass die Gesellschaft die Rentabilität der Atomkraftwerke mitfinanziert; ein Unding.

Eine Segelyacht segelt in den Wolken Eine Segelyacht segelt in den Wolken Eine Segelyacht segelt in den Wolken Eine Segelyacht segelt in den Wolken Eine Segelyacht segelt in den Wolken Ein Strauch verliert Blätter im Wind