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Gezeitenkraftwerke

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Enerdream, Dezember 2018
Ausgabe 12 / 2018

Konflikt um Thüringer Stromleitung

Überlandleitungen sorgen für Ärger

„Achtung Hochspannung“ so nennt sich eine Interessengemeinschaft im Umkreis von Bayern und Thüringen. Ein aktuelles Problem dieser Gemeinschaft ist, dass geplant ist, eine Hochspannungsleitung 210 Kilometer von Halle bis nach Schweinfurt zu legen.

Die 380 Kilovolt Leitung wird über 60 meterhohe Strommasten transportiert, wofür man eine 70 Meter breite Trasse freischneiden muss. Problematisch ist,

dass diese Leitung mitten durch den Thüringer Wald gelegt werden muss. Die Reaktionen der Bewohner sprechen ihre eigene Sprache. Mehr als 2500 Menschen haben sich der Gemeinschaft „Achtung Hochspannung“ angeschlossen und bemühen sich, eine besser Möglichkeit zu finden, den Strom bis nach Schweinfurt zu liefern.

Die Alternative Stromleitung

Eine Alternative zu Hochspannungsleitungen sind Erdverkabelungen. Durch den Boden wird die elektromagnetische Strahlung so isoliert, dass nur eine minimale Strahlung vorhanden ist.

Erdkabel zu verlegen, ist im Vergleich zu Hochspannungsleitungen teurer, was viele Konzerne davon abhält, diese zu verlegen.

Zum Vergleich: Man benötigt 1 Million Euro um eine Hochspannungsleitung 1km weit zu verlegen. Bei einem Erdkabel wird die Summe von 5 bis 10 Millionen Euro gebraucht, wird für eib Erdkabel ein Tunnel gebaut, werden bis zu 20 Million Euro pro km fällig.

Das Problem einer Hochspannungsleitung ist, dass sie auf dem Weg zu ihrem Ziel viel Strom verliert. Bei einer Hochspannungsleitung gehen 6% pro 100 km an Strom verloren, was auf 210 km ungefähr 12% ausmacht. Von den 380 kV gehen 45,6 kV verloren.

Keine Besserung in Sicht

Glaubt man den Berechnungen der Deutschen Energie-Agentur (Dena), werden bis 2020 weitere 3600 Kilometer Land mit Hochspannungsleitungen zugebaut. Dies sorgt in verschiedenen Orten, wie zum Beispiel in Brandenburg für Unruhe, und es bilden sich Bürgerinitiativen. Die Landwirte in Südniedersachsen protestieren zusammen mit dem Bürgermeister.

„Die Dynamik, mit der nach der Wiedervereinigung Autobahnen und Schienentrassen in den neuen Ländern gebaut wurden, muss heute das Vorbild für die Realisierung der Energiewende sein“, wünscht sich Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler von der FTP.

Er ist der Meinung, dass man sich die Schnelligkeit der Autobahnen und Schienentrassen die in neuen Ländern gebaut wurden als Vorbild nehmen sollte, um so die Energiewende schnell zu realisieren.

Hessens Wirtschaftsminister Posch ergänzt dazu, dass man notfalls „naturschutzrechtliche Vorschriften suspendieren“ müsse.

Dabei stellt sich natürlich die Frage, wer das bezahlen soll. Natürlich würde es der Bürger begrüßen, wenn solche Entscheidungen im Einklang mit der Natur getroffen werden würden. Schließlich geht es um den Lebensraum des Menschen. Aber wie so oft, wird diese Entscheidung wieder aus rein finanziellen Aspekten heraus getroffen werden. Was letztlich bedeuten wird, dass der einzelne Bürger für seine Interessen kämpfen muss.

Eine Segelyacht segelt in den Wolken Eine Segelyacht segelt in den Wolken Eine Segelyacht segelt in den Wolken Eine Segelyacht segelt in den Wolken Eine Segelyacht segelt in den Wolken Ein Strauch verliert Blätter im Wind