Vor wenigen Jahren wäre es undenkbar gewesen, Gülle, Mist und Grünabfälle zu Strom und Wärme zu verarbeiten. Doch eine schützenswerte Erde lässt den Menschen experimentierfreudig werden. Bioabfälle gehören zu den "jungen" Energieträgern auf unserer Erde. Die Bevölkerung wächst stetig und damit auch die biologisch wiederverwertbaren Stoffe.

Wer jedoch denkt, dass das Erzeugen von Gas und Wärme mittels Dung eine komplett neue Erfindung ist, irrt. Schon sehr lange ist unter Tierliebhabern die sogenannte "Matratze" bekannt; es wird reichlich Stroh in die Pferdebox gepackt und täglich nur die Äpfel und das Durchnässte entfernt. Gleichzeitig wird regelmäßig Stroh nachgelegt. Die Pferde liegen nun auf einer wärmenden "Matratze"

Biomasse hat es wirklich in sich. Wenn 5 Kilo zersetzbarere Abfälle zu Energie verarbeitet werden, kann ein Gasauto ca. 5km CO2-neutral fahren. Oder ein Fernseher mit 80 Watt unterhält seinen Zuschauer geschlagene 8,45 Stunden.

Biomassestrom leistet nicht nur einen wertvollen Beitrag zum Schutz des Klimas, sondern er sorgt indirekt auch für hervorragenden Pflanzendünger. Da Phosphor durch den intensiven Landwirtschaftsbetrieb immer mehr abnimmt, muss er dem Boden meist als künstlicher Dünger zugeführt werden.

Vergärter und kompostierter Bioabfall – also das Abfallprodukt der Biogasgewinnung – geht in den Kreislauf der Natur zurück, wenn er als Dünger genutzt wird. Dies macht eine Zusatzgabe künstlichen Phosphors überflüssig, da dieser in der natürlichen konzentrierten Düngemasse reichlich vorhanden ist.