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Ein Gezeitenkraftwerk in Frankreich

Gezeitenkraftwerke

Der Weg aus der Krise?

Gezeitenkraftwerke produzieren auf saubere Art und Weise Strom. Doch wie ökologisch sind sie wirklich? ...weiterlesen

Enerdream, Dezember 2018
Ausgabe 12 / 2018

Vorsicht - Abzocke beim Stromanbieterwechsel

Schwindel, Täuschung, Betrug

Schwindel, Täuschung, Betrug - Abzocke gibt es überall. Auch auf dem Strommarkt ist man vor zweifelhaften Geschäftspraktiken nicht sicher. Immer wieder gibt es böse Überraschungen, wenn man als Stromkunde zu Zahlungen aufgefordert wird, mit denen man nicht gerechnet hat. Sehr oft sind diese Zahlungsaufforderungen nicht berechtigt. Das bewahrt den Kunden aber nicht vor dem Stress, den die Geltendmachung von Rechten immer wieder mit sich bringt.

Oft stellt sich aber auch heraus, dass man als Kunde beim Vertragsabschluss nicht genau auf das Kleingedruckte geachtet hat. Um vor Abzocke sicher zu sein, muss man genau aufpassen, auf welche Vertragsbedingungen man sich einlässt. Einige typische Fallen sollen hier angesprochen werden, die regelmäßig für Ärger sorgen.

Oft stellt sich aber auch heraus, dass man als Kunde beim Vertragsabschluss nicht genau auf das Kleingedruckte geachtet hat. Um vor Abzocke sicher zu sein, muss man genau aufpassen, auf welche Vertragsbedingungen man sich einlässt. Einige typische Fallen sollen hier angesprochen werden, die regelmäßig für Ärger sorgen.

Lange Vertragslaufzeiten und Vorauszahlungen

Pacta sunt servanda - Verträge müssen eingehalten werden. Dieser alte Rechtssatz gilt heute immer noch und sorgt dafür, dass im Wirtschafts- und Rechtsverkehr grundsätzlich Vertrauen herrscht. Leider übertreiben einige Unternehmen diesen Grundsatz - nicht nur bei Handy- und Internetverträgen, sondern auch, wenn es um die Versorgung mit Strom geht. Vertragslaufzeiten von bis zu 24 Monaten sind keine Seltenheit. Wenn Ärger mit dem neuen Stromversorger schon frühzeitig entsteht, ist der Frust oft groß, weil der Ausstieg aus dem Vertrag wegen der langen Laufzeit nur sehr schwer möglich ist, oft nur mit anwaltlicher Hilfe.

Keine Seltenheit sind auch lange Kündigungsfristen, die sich an lange Mindestvertragslaufzeiten anschließen. Auch hier gilt es besonders vorsichtig zu sein und keine Tarife mit langen Kündigungsfristen zu wählen. Die niedrigen Tarife für Verträge mit langen Laufzeiten und Kündigungsfristen zahlen sich am Ende oft nicht aus.

Ähnliches gilt für Tarife mit Vorkasse. Wer schon zu Beginn der Laufzeit eines Stromlieferungsvertrags für das ganze Jahr im Voraus zahlt, geht ein hohes Risiko ein. Nicht selten gehen Stromanbieter in die Insolvenz und können dann ihren Stromlieferungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen. Der betroffene Kunde muss dann doppelt zahlen: Das vorgeleistete Geld ist futsch, und ein neuer Stromlieferant will auch bezahlt werden.

Bonuszahlungen - oft nur auf den ersten Blick verlockend

Neukundenboni sind eine große Verlockung für potenzielle Stromwechsler. Auf vielen Internet-Vergleichsportalen lassen sich diese per Klick in die Gesamt-Berechnung mit einbeziehen. Der positive Effekt auf die Gesamtkosten ist oft enorm. Allerdings muss hier beachtet werden, dass die Bonuszahlungen in der Regel erst dann fällig werden, wenn bestimmte Vertragslaufzeiten eingehalten werden - meistens ein Jahr. Für besonderen Ärger sorgen immer wieder Stromanbieter, die eine Auszahlung der Boni verweigern, wenn noch innerhalb des ersten Jahres, aber zum Ende des ersten Vertragsjahres gekündigt wird.

Immer wieder ärgerlich: Mehrverbrauchszuschläge und Wechselgebühren

Auffallend preiswert sind immer wieder so genannte Pakettarife. Hier zahlt der Stromkunde für eine vorab festgesetzte Menge Strom für einen bestimmten Zeitraum (meist ein Jahr) einen festen monatlichen Abschlag. Wird diese Menge am Ende des Jahres unterschritten, erfolgt keine Rückerstattung für den nicht verbrauchten Strom. Noch ärgerlicher ist es, wenn die Menge überschritten wird. Häufig sind die Mehrverbrauchsschläge sehr hoch berechnet. Pakettarife sollte man deshalb nur dann wählen, wenn der zukünftige Stromverbrauch sehr sicher und präzise vorausgesehen werden kann.

Eine besondere Art von Extrakosten sind die Wechselgebühren, die manchmal in Rechnung gestellt werden, wenn man sich für einen neuen Stromanbieter entschieden hat. Diese Art von Gebühren sind nicht erlaubt; darauf hat das Kartellamt wiederholt hingewiesen.

Wo Ökostrom draufsteht, ist nicht immer Ökostrom drin

Ökostromtarife werden immer beliebter. Das steigende Umweltbewusstsein hat bei den Privatverbrauchern dafür gesorgt, dass die Wahl des Stromtarifs auch unter dem Aspekt der Energieherkunft gesehen wird. Fast alle Stromunternehmen haben heute Ökostromangebote. Aber nicht immer halten diese Angebote, was sie versprechen.

Ökostromangebote von Unternehmen, die auch an Kernenergie und Kohlekraftwerken verdienen, sind besonders kritisch zu beurteilen. Diese Unternehmen verdienen weiterhin an konventionell erzeugtem Strom. Der Unterschied ist hier nur, dass die Kunden, die sich für einen Ökostromtarif entscheiden, einen Aufpreis bezahlen. Ihnen wird Strom aus oft älteren Wasserkraftwerken zugeordnet, die ohnehin betrieben werden - der Anteil ökologisch erzeugter Energie steigt dadurch nicht.

Als umweltbewusster Verbraucher sollte man bei der Stromtarifwahl darauf achten, dass der betreffende Strommix aus möglichst neuen Anlagen erzeugt wird, um somit einen echten Anreiz zum Bau von Windenergie-, Fotovoltaik- und Wasserkraftanlagen zu bewirken. Es gibt verschiedene Labels, die dem Verbraucher die Suche nach seriösen Ökostromanbietern erleichtern. Auf diese sollte man achten, wenn man nach Ökostromtarifen sucht.

Eine Segelyacht segelt in den Wolken Eine Segelyacht segelt in den Wolken Eine Segelyacht segelt in den Wolken Eine Segelyacht segelt in den Wolken Eine Segelyacht segelt in den Wolken Ein Strauch verliert Blätter im Wind