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Enerdream, Dezember 2018
Ausgabe 12 / 2018

Altlampen-Recycling zur Schonung der Umwelt

 

Energiesparlampen richtig entsorgen

Bei jedem enthusiastischen Stromsparer und Geldbeutelschoner zieht früher oder später in jede noch so kleine Lampe die Energiesparbirne ein. Das ist gut so, schließlich benötigt die gemeine Glühbirne 95% ihres Energiehaushaltes dazu, Wärme abzusondern. Der Rest fließt in sichtbares Licht. Genau genommen ist die Lichtproduktion der Glühbirne nur ein Nebenprodukt der Wärmestrahlung.

Eine Energiesparbirne ist da ein wahres Sparwunder, braucht sie doch 80% weniger Energie, um einen Raum genauso hell leuchten zu lassen, wie eine Glühbirne. Gut, die Anschaffungskosten sind etwas höher, aber spätestens nach einem Jahr lohnt sich der Kauf finanziell.

Birnchen wechsel dich

Energiesparlampen haben zwar eine wesentlich höhere Lebensdauer wie Glühbirnen, doch kommt man auch hier an einem Birnenwechsel nicht vorbei. Die gute alte Glühbirne wurde früher ohne langes Nachdenken im Altmüll oder im Glascontainer entsorgt und fertig. Dieses Wissen ist tief verwurzelt und so mancher Energiesparbirnenbesitzer handhabt es guten Gewissens mit seinen Sparlampen genauso, ohne sich dessen bewusst zu sein, dass er so massiv der Umwelt schadet.

Damit Sparbirnen effizient arbeiten, brauchen sie besonderes Futter. Hierzu zählt je nach Sparlampenart unter anderem Quecksilber, Edelgas, Leuchtstoffpulver, Natrium und seltene Erden. Spätestens die Nennung der Materialien lässt so manchen aufhorchen; dass diese nicht in des Hausmüll gehören, steht außer Frage. Allerdings geht es hier nicht nur um den Giftfaktor, sondern auch um die wiederholte Nutzung der wertvollen Rohstoffe.

Pro Energiesparbirne sind übrigens ca. 2 Milligramm Quecksilber enthalten. Das weltweit von Kindern gehasste und von Müttern geliebte und ausgiebig eingesetzte Fieberthermometer könnte mit seinem enthaltenen Quecksilber übrigens 500 Birnen zum Leuchten bringen. Glücklicherweise ist der Verkauf von Quecksilberthermometern in der EU seit 2009 verboten. Ausnahme bilden wissenschaftliche und klinische Zwecke.

Die geringe Menge von 2 Milligramm Quecksilber in einer Energiesparbirne, hinterläßt auf den ersten Blick nicht wirklich Eindruck. Jedoch ist Selbiges hochgiftig. Bei einem Lampenbruch sollte direkt gelüftet und das Zimmer dann verlassen werden. Da Birnen spätestens bei unsachgemäßer Entsorgung brechen und so giftiges Quecksilber ausströmen würde, ist ein Altlampen-Recycling nicht nur sinnvoll, sondern auch nötig

In einer LED-Lampe findet sich zwar kein Quecksilber – diese Lampen basieren auf der Halbleitertechnologie - jedoch muss sie durch die wiederverwertbaren Elektronik-Chips ebenfalls gesondert entsorgt werden.

Entsorgungsphilosophie

Das Elektro-und Elektronikgerätegesetz (ElektroG) von März 2006 schreibt zwar ausdrücklich die gesonderte Entsorgung von Energiesparbirnen vor, allerdings ist Papier bekanntlich geduldig. Und mal ehrlich, wer hat schon Lust, eine einzelne Energiesparbirne aufzuheben, um sie irgendwann zu einer Sammelstelle zu bringen? Zu allem Übel liegen sie oftmals außerhalb des Wohnortes und haben seltsame Öffnungszeiten.

Deutsche Hersteller von LED- und Gasentladungslampen haben es sich zum Ziel gesetzt, für das Thema Altlampen-Recycling zu sensibilisieren und gründeten daher das Non-Profit-Unternehmen Lightcycle. Als Gesellschafter sind unter anderem Firmen wie Osram, Philips und Aura Light an dem Unternehmen beteiligt.

So haben nicht nur Großunternehmen die Möglichkeit, ihre Altlampen korrekt entsorgen zu lassen, sondern auch Privathaushalte können ihre Leuchtmittel im Handel entsorgen. In vielen Geschäften stehen passende Sammelboxen bereit. Bisher hält sich die Sammelleidenschaft deutscher Haushalte noch in Grenzen, so werden laut Deutsche Umwelthilfe e. V. (DUH) nur zwischen 10 und 20% der Altlampen korrekt entsorgt. Hier geht Schweden mit gutem Beispiel voran; 80% der Privathaushalte sammeln ihre Energiesparbirnen.

Ein gutes Gewissen ist ein sanftes Ruhekissen

Energiesparlampen schonen durch den geringen Stromverbrauch nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt. Eine Energiesparbirne ist fast nicht klein zu kriegen, bis zu 15 000 Stunden spendet sie Licht Durch den seltenen Birnenwechsel reduziert sich still und leise der Müllberg. Nimmt solch eine Energiesparbirne nun noch am Recyclingkreislauf teil, werden ca. 90% der Rohstoffe wiederverwertet. Auch Schadstoffe werden gefiltert und im Zweifelsfall zwischengelagert, sodass sie nicht unkontrolliert in die Umwelt gelangen.

Ebenfalls kann sich die CO2-Bilanz einer Stromsparbirne sehen lassen. Eine 11-Watt-Energiesparlampe strahlt genauso hell, wie ein 60-Watt-Glühlampe, spart jedoch jährlich bis zu 30 Kilogramm CO2 ein. Das hört sich auf den ersten Blick erst einmal unglaubwürdig an. Bei genauem Hinsehen stellt man fest, dass der Ausstoß von CO2 alleine schon deswegen um 80 % reduziert wird, weil die Energiesparbirne natürlich durch ihre spezielle Funktionsweise erheblich weniger Strom verbraucht, wie eine nostalgische Glühbirne.

Fazit

Neue Technologien sind immer im Ganzen zu betrachten, so wichtig das Stromsparen für die Umwelt auch ist, die richtige Entsorgung der Leuchtmittel gehört ebenfalls dazu. Zugegeben, den Mülldeckel zu öffnen und eine Glühbirne nach dem Motto Ex und hopp zu entsorgen, kommt der angeborenen Bequemlichkeit sehr nahe. Allerdings steht ihr der enorme Energieverbrauch im Wege, der letztlich für nichts und wieder nichts in die Umwelt gepumpt wird.

Wer übrigens partout nichts mit einer modernen Energiesparbirne zu tun haben möchte, aber trotzdem Stromkosten reduzieren möchte, ist mit einer Halogenbirne gut aufgehoben. Sie funktioniert nach dem selben Prinzip wie eine Glühbirne, so wird das Licht durch einen Glühfaden aus Wolfram geliefert. Allerdings wird in den Glaskolben der Lampe ein Schutzgas bestehend aus Brom oder Jod eingebracht. So wird der Glühfaden geschützt, was der Birne eine ca. doppelt so lange Haltbarkeit gegenüber der Glühbirne verleiht.

Eine Halogenlampe bringt eine Energieeinsparung zwischen 17 und 30%, die ganz neuen leisten um die 40%. Sehr beliebt ist die Lichtfarbwiedergabe, da sie einer Glühbirne gleicht. Zu guter Letzt sei noch erwähnt, dass ausgediente Halogenbirnen über den Hausmüll entsorgt werden.

Eine Segelyacht segelt in den Wolken Eine Segelyacht segelt in den Wolken Eine Segelyacht segelt in den Wolken Eine Segelyacht segelt in den Wolken Eine Segelyacht segelt in den Wolken Ein Strauch verliert Blätter im Wind