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Ein Gezeitenkraftwerk in Frankreich

Gezeitenkraftwerke

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Enerdream, Dezember 2018
Ausgabe 12 / 2018

Möglicher Betrug bei Strom- und Gashandel?

 

Bundesnetzagentur alamiert

Laut dem Bundessteueramt gibt es auf dem europäischen Strom- und Gasmarkt Indizien für einen gigantischen Steuerbetrug.

Schnell ist der Bezug zu dem Umsatzsteuerbetrug mit Emissionsrechten vorhanden; hier wurde laut Interpool in Europa ein Schaden von ca. 5Mrd. Euro verursacht.

Um satte Gewinne zu erzielen, wird gerne ein Dschungel von neuen Unternehmen aufgebaut, die in der Konsequenz nur dazu dienen, Steuererstattungen einzustreichen, die nie gezahlt worden sind.

Um die Spuren zusätzlich zu verwischen, ist gerne mindestens ein Handelspartner im Ausland angesiedelt. Zusätzlich werden seriöse Firmen mit ins Boot geholt; sie bilden meist das Ende der Kette und sind für den Verkauf in den Einzelhandel zuständig. Selbstverständlich kann die Ware besonders günstig angeboten werden, da durch die nicht gezahlten Steuern die Gewinnmarge besonders hoch ist.

Dreck zieht Fliegen an

Der Strom- und Gashandel übt eine besondere Anziehungskraft aus, da der Sitz des Abnehmers auch als Leistungsort gilt. Man ist also für einen Umsatzsteuerbetrug nicht unbedingt auf eine grenzüberschreitende Lieferung angewiesen. Allerdings ist der Handel ins Ausland in diesem Geschäft besonders attraktiv. Nach § 13b USTG muss ein Unternehmer, der Lieferungen von Gas und Strom von einem ausländischen Geschäftspartner bekommt Umsatzsteuer zahlen. Die ausländische Firma kann jedoch steuerfrei ins Inland liefern.

Fliegenfallen

Die Steuerbehörden haben mit ihrer Arbeit begonnen und vorab Marktteilnehmer vor dem Betrug gewarnt. Ebenfalls wurden diese auf die Risiken hingewiesen, wenn sie in illegalen Strom und Gashandel involviert sind. Hier spielt es keine Rolle, ob es sich um eine wissentliche oder unwissentliche Teilnahme handelt.

Übrigens können Betrugsabsichten oft durch einfache Prüfungen aufgedeckt werden. Besonderes Augenmerk wird auf Firmenneugründungen gelegt, die innerhalb kürzester Zeit millionenfache monatliche Umsätze ausweisen; vor allem eigentlich branchenfremde Unternehmen werden genau unter die Lupe genommen.

Schadensbestandsaufnahme

Dass die Legitimität des Energiehandels leidet, ist eine Sache, dass der Wettbewerb in Mitleidenschaft gezogen wird, ist eine ganz andere. Den letzten beißen bekanntlich die Hunde – in diesem Fall erwischt es den Stromabnehmer, sprich den Kunden. Er wird tiefer in die Tasche greifen müssen, wenn ehrliche Wettbewerber vom Markt gedrängt werden, weil sie zu teuer sind. Denn in letzter Konsequenz werden auch die Billiganbieter ihr Geschäft aufgeben, wenn sie mit ihrer Steuerhinterziehung aufgeflogen sind. Dann bleibt doch nur wieder der Gang zu einem überteuerten Unternehmen, welches im Marktdschungel überlebt hat.

 

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